Sonntag, 12. August 2018

Rückblicke auf das Elbe-Saale-Camp

Ein kleiner Hinweis: da die Zeit endlich ist und viele andere Aufgaben warten, die während des Camps liegenblieben, gibt es die Rückblicke im Blog erst nach und nach. Diese werden zeitlich in den Blog eingeordnet. Schaut einfach mal wieder rein, ob es was neues gibt.

Dienstag, 7. August 2018

Badewasserqualität der Elbe

Die Elbe mit ihren sandigen Ufern wird als "längster Sandstrand Deutschlands" bezeichnet und es wird auch längst wieder in ihr gebadet. Wie sieht aber die Wasserqualität dieses Badegewässers aus? Sehr gut, zeigen die Messergebnisse der Bundesanstalt für Gewässerkunde. Diese hat auf der Informationsplattform Undine die aktuellen Messwerte an mehreren Stellen der Elbe veröffentlicht:

Messwerte an der Messstelle Magdeburg.
Als Vergleich handschriftlich hinzugefügt:
Werte aus der Trinkwasserverordnung
(chemische Inhaltsstoffe) bzw. aus
der EU-Badegewässer-Richtlinie
(Keimbelastung mit Escherichia coli).
Wenn der Text in der Vollbildanzeige
noch zu klein ist, klicken Sie hier.

Anlass der Messungen war das aktuelle Niedrigwasser. Bei extremen Niedrig- und Hochwassern wird das "Messprogramm Extremereignisse" gestartet. Die Messungen ergaben eine so geringe Keimbelastung, dass das Wasser einer ausgezeichneten Badewasserqualität entspricht (gemessen: 56, Grenzwert für ausgezeichnete Qualität: 500). Die übrigen Inhaltsstoffe unterschreiten weit die für Trinkwasser geltenden Grenzwerte. Einzig der Chloridanteil ist höher als für Trinkwasser zulässig, was vermutlich durch die Salzeinleitung in die Saale verursacht wird. Für das Baden ist das aber unschädlich. Außerdem verbietet die Keimbelastung das Trinken des Elbewassers, ebenso auch die Trübstoffe der Elbe (Grünalgen).

Erfreuliches Ergebnis: in der Elbe kann hinsichtlich der Wasserqualität bedenkenlos gebadet werden. Selbstverständlich sollte man schwimmen können und vor allem Kinder nicht allein ins Wasser lassen.

Mittwoch, 1. August 2018

Radtour nach Steckby

Heute ging es mit dem Rad über die Elbe, nach Steckby zur Vogelschutzwarte Sachsen-Anhalt. Über die Barbyer Eisenbahnbrücke, vorbei an der Burg Walternienburg und durch schattige und – trotz der großen Hitze – noch erträglich kühle Auenwälder.

Rast in Walternienburg vor "Heinrichs Pension",
auf einer übergroßen "Baumelbank".

In Steckby gab es von Stefan Fischer sehr interessante Erklärungen zu den Aufgaben seiner Vogelschutzwarte, in der er Dezernatsleiter ist. Unter anderem auch zum Unterschied zwischen Artenschutz und Tierschutz: "Wir bekommen ab und zu Anrufe, jemand habe einen verletzten Vogel gefunden und würde ihn gern zu uns bringen", sagte er, "aber das ist nicht unsere Aufgabe, das können wir gar nicht leisten. Das ist Tierschutz – wir aber sind für den Artenschutz zuständig". Und dieser Artenschutz betrifft dann eben nicht die Erhaltung eines einzelnen Tieres, sondern die Erhaltung der Lebensgrundlagen einer ganzen Tierart.

Die Gründung der Vogelschutzwarte Steckby – idyllisch gelegen in Steckbys altem Pfarrhaus – geht auf das Jahr 1920 zurück. Damals ließ sich der Landwirt Max Behr in Steckby nieder, um sich in der Elbaue dem Biber- und Vogelschutz zu widmen. Nach Max Behr ist dann auch das Veranstaltungsgebäude der Vogelschutzwarte benannt, in dem die Teilnehmer der Fahrradexkursion dem Vortrag lauschten. Max Behr ging es zunächst um den Schutz der letzten Elbebiber, die kurz vor der Ausrottung standen. Später kam der Vogelschutz hinzu und im Februar 1932 folgte die Ernennung zur „Staatlich anerkannten Muster- und Versuchsstation für Vogelschutz“ durch das Anhaltinische Staatsministerium. Die Aufgaben der Station lagen zunächst darin, schädliche Insekten durch ihre natürlichen Feinde zu bekämpfen und diese Forschungen wissenschaftlich zu begleiten.