In Zusammenarbeit mit dem Cinema Barby zeigte das Elbe-Saale-Camp heute den georgischen Film Die Maisinsel (Georgien, 2015).
Ein gänzlich ohne Worte auskommender Film, der irgendwo in einem der ehemaligen Ostblockstaaten spielt, im Kaukasus, auf einem nicht genannten Fluss, in dem die jährlichen Überschwemmungen immer wieder neue Inseln anspülen, die von denen genutzt werden, die sie als erste für sich erobern.
Ein Film mit einer großartigen Bildsprache, die Worte überflüssig macht. Protagonisten des Films sind ein alter Bauer und seine Enkeltochter. Beide setzen auf eine der Inseln über, bauen eine Feldhütte Pflanzen Mais und müssen ihn vor der Witterung schützen. Neben den Gefahren der Natur ist latent immer auch eine weitere Gefahr zu spüren: von fern her sind immer mal wieder Schüsse zu hören. Irgendwann kommen auch Soldaten auf Booten - offenbar auf der Suche nach einem geflüchtetem Gefangenen
Derartige Auseinandersetzungen zwischen Staaten des ehemaligen Ostblocks schienen seit langem Geschichte geworden zu sein. Aber wie der Krieg Russlands gegen die Ukraine zeigt, sind sie inzwischen näher gerückt als je zuvor. Mit diesem Hintergrundwissen sieht man den bereits vor acht Jahren entstandenen Film nochmal mit einem anderen Auge.
Der Film selbst endet in dramatischen Naturgewalten. Aber auch mit einem Ende, dass bei aller Trauer die Gewissheit vermittelt, dass immer wieder andere Menschen kommen und das Leben weiter geht.
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