| Rast in Walternienburg vor "Heinrichs Pension", auf einer übergroßen "Baumelbank". |
In Steckby gab es von Stefan Fischer sehr interessante Erklärungen zu den Aufgaben seiner Vogelschutzwarte, in der er Dezernatsleiter ist. Unter anderem auch zum Unterschied zwischen Artenschutz und Tierschutz: "Wir bekommen ab und zu Anrufe, jemand habe einen verletzten Vogel gefunden und würde ihn gern zu uns bringen", sagte er, "aber das ist nicht unsere Aufgabe, das können wir gar nicht leisten. Das ist Tierschutz – wir aber sind für den Artenschutz zuständig". Und dieser Artenschutz betrifft dann eben nicht die Erhaltung eines einzelnen Tieres, sondern die Erhaltung der Lebensgrundlagen einer ganzen Tierart.
Die Gründung der Vogelschutzwarte Steckby – idyllisch gelegen in Steckbys altem Pfarrhaus – geht auf das Jahr 1920 zurück. Damals ließ sich der Landwirt Max Behr in Steckby nieder, um sich in der Elbaue dem Biber- und Vogelschutz zu widmen. Nach Max Behr ist dann auch das Veranstaltungsgebäude der Vogelschutzwarte benannt, in dem die Teilnehmer der Fahrradexkursion dem Vortrag lauschten. Max Behr ging es zunächst um den Schutz der letzten Elbebiber, die kurz vor der Ausrottung standen. Später kam der Vogelschutz hinzu und im Februar 1932 folgte die Ernennung zur „Staatlich anerkannten Muster- und Versuchsstation für Vogelschutz“ durch das Anhaltinische Staatsministerium. Die Aufgaben der Station lagen zunächst darin, schädliche Insekten durch ihre natürlichen Feinde zu bekämpfen und diese Forschungen wissenschaftlich zu begleiten.
