Montag, 29. Juli 2019

Kanutour auf der flachen Elbe

Auf dem Niedrigwasser der Elbe ging es im Kanu von Barby nach Glinde.


Für die Teilnehmer der Kanutour boten sich herrliche Einblicke in die Naturlandschaft der Elbe, aus der unmittlbarsten Sicht: direkt vom Wasser aus. Eindrücke vom Sedimenttransports und der Sedimentablagerung der Elbe gab es beim Zwischenstop an einer Sandbank an der Barbyer Eisenbahnbrücke, mitten im Fluss. Aus der Vogelwelt präsentierte sich deren größter Vertreter, der Seeadler, der den Booten ein Stück weit voranflog (zum Fotografieren aber ein Stück zu weit entfernt). An der Mündung des kleinen Flüsschens Nuthe war zu sehen, wie ein fließendes Gewässers mäandert. Und auf einer flachen, inzwischen trockenliegenden Sandbank nahe eines früheren Deichbruchs gab es Scherben und Dachziegelstücke zu finden, die damals, im Jahr 1845 vom durchströmenden Wasser mitgerissen wurden.

Nach der Ankunft in Glinde gab es Pellkartoffeln und Ziegenquark vom Ziegenhof der Familie Kutschbach, dessen Ziegen in den Elbauen geweidet werden – und dadurch auch unmittelbar von der gegenwärtigen langen Trockenheit und Hitze betroffen sind. Davon völlig unbeeinträchtigt war der Geschmack des leckeren frischen Ziegen-Kräuterquarks.

Start in Barby
Achtung, die Fähre (heute fuhr sie noch,
ab Mittwoch dann nicht mehr) hat Vorfahrt.
Anlegen auf der Sandbank an der Eisenbahnbrücke.
Seeadler (Bildausschnitt oben rechts in maximaler
Pixelauflösung – dichter ran ging es nicht)
An der Mündung der Nuthe
Das kleine Flüsschen mäandert durch den
von der Elbe abgelagerten Schlick. Das Wasser
selbst ist aber klar und der Grund kiesig.
Sandbank mit Artefakten. Hier ein alter Dachziegel.
Der Rest einer Ölkanne aus Zinkblech.
Ziegenquarkpicknick auf dem Glinder Spielplatz.
Steffen und Gitte Kutschbach (von links) teilen
an die Kanufahrer Pellkartoffeln und
Ziegenquark mit frischen Kräutern aus.

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