Montag, 4. August 2014

Elsa-Camp in der DB mobil

Wer als Bahnfahrer regelmäßig die DB mobil liest, hat vielleicht schon gesehen, daß im aktuellen Heft (August 2014) das Elbe-Saale-Camp auftaucht.

Zwar nicht als ausdrücklicher Artikel über das Elbe-Saale-Camp selbst, aber immerhin sind wir in einem Bild erwähnt, das auf einen Fotowettbewerb des BUND aufmerksam machen soll. Und das ist doch auch schon was.

Und apropos Fotowettbewerb: Bis zum 15. September läuft der Fotowettbewerb des BUND noch. Er steht unter dem Motto Fluss Natur Mensch. Näheres zu den Teilnahmebedingungen kann direkt auf der Seite des Fotowettbewerbs beim BUND nachgelesen werden. Dort heißt es unter anderem:
Die Bilder sollen den Bezug der Menschen zum Fluss zeigen ­– zum Beispiel Radeln, Angeln, Paddeln oder Baden am und im Fluss. Genauso sind Naturaufnahmen willkommen, die für die Schönheit der Flüsse und Flussauen sowie ihre biologische Vielfalt begeistern.

Und nun ran an die Fotoapparate – ein Foto aus dem Elbe-Saale-Camp fehlt unter den bisher eingereichten Fotos noch. Seid kreativ!

Hochwasser – Niedrigwasser

Als hätte die Elbe das diesjährige Camp-Motto "Extreme – vom Hochwasser zum Niedrigwasser" geahnt, bestimmt in diesem Jahr schon seit Monaten extrem lang dauerndes Niedrigwasser das Bild der Elbauenlandschaft. Daß dies nicht immer so ist, zeigt ein Blick ein Jahr zurück, auf das extremste Hochwasser seit langem.

Den Höchststand des Elbe-Hochwassers 2013 haben die Camp-Teilnehmer am Elbufer auf einer eigens dafür angefertigten Pegellatte gekennzeichnet. Wo die Elbauen-Wanderer am Sonntag ihre Spaziergang machten, hätten sie vor einem Jahr mehr als 6 Meter unter Wasser gestanden. Heute stand der Barbyer Elbepegel bei nur 1,12 Meter – der Höchsstand 2013 betrug 7,62 Meter. Damals stand die Camp-Wiese etwa 2 Meter unter Wasser, selbst auf der höher gelegenen Straße waren es noch etwa 1,50 Meter.

Die Pegelmarke vom 9. Juni 2013 steht bei 7,62 m.

Eine etwas andere Markierung brachten Bewohner der Fährsiedlung am Lichtmast vor ihrem Haus an. Der Stuhl mit der Aufschrift, daß man darauf sitzend das Hochwasser trockenen Fußes überstanden hätte, zeigt einen recht sarkastischen Humor.


Sonntag, 3. August 2014

Camp-Impressionen

Ein paar Fotos aus dem Elbe-Saale-Camp...

Der Versuch, schnell mal das Camp-Transparent neu
zu malen, ging etwas schief. Oder genauer: er fiel ins
Wasser des am Sonntag kurz nach der Camp-
Eröffnung einsetzenden kräftigen Regens.
Wichtige Anlaufstelle: der Getränkewagen.
Nicht nur für die Camp-Teilnehmer und -Gäste,
sondern auch für zufällig vorbeikommende
Radtouristen zwischen Barby und der Elbfähre.
Feuerholz für das abendliche Lagerfeuer
Übernachtung nach Wunsch: im Zelt – oder
im Baumhaus.
Zelte unter Bäumen, mitten im Auenland der Elbe.

Konzert mit Atemlos aus Barby

Zur Konzerteröffnung spielte die Barbyer Blues-Band "Atemlos". Neben eigenen Kompositionen spielten Joachim Knopf und Rüdiger Krenzlin vor allem Blues von Diestelmann und Lieder von Gundermann, und dies in einer wunderbar klaren Interpretation, daß es Spaß machte zuzuhören.
Anfangs spielten die beiden noch bei strömendem Regen, so daß die Campveranstalter schon befürchteten, da traue sich doch keiner vor die Haustür. Aber dann ließ der Regen doch noch nach, zum Schluß kam sogar noch die Sonne hervor – und auch die Besucher kamen noch recht zahlreich zum Konzert. Schnell wurden noch ein paar Bänke herangetragen, Platz war für alle.

Nachtrag: hier ist der Bericht von Thomas Linßner in der Schönebecker Volksstimme über die Eröffnung des Elbe-Saale-Camp und das Konzert von "Atemlos" nachzulesen.

Das Konzert begann noch im Regen
Konzert vor schöner Elbkulisse
Joachim Knopf
Rüdiger Krenzlin

Eröffnung des 22. Elbe-Saale-Camps

Das 22. Elbe-Saale-Camp ist eröffnet. Offiziell begann es mit kurz gehaltenen Ansprachen von der langjährigen Camp-Organisatorin Jutta Röseler und vom Landrat des Salzlandkreises, Markus Bauer.

Jutta Röseler freute sich sichtlich, daß auch in diesem Jahr das Camp stattfindet und sich immer wieder Leute finden, die ihre freie Zeit dem Schutz der Auenlandschaft an Elbe und Saale widmen. Und sie freute sich über die Anwesenheit des gerade neu gewählten Landrates Markus Bauer. Dieser Besuch war ein Novum in der über zwanzigjährigen Campgeschichte

Markus Bauer sagte, in seiner bisherigen Tätigkeit von Nienburg (Saale) auch für den Bau des Saalekanals gewesen zu sein – aus lokalem Interesse der Bewohner seiner Stadt an der Saale. Nun aber müsse er die Interessen des gesamten Landkreises berücksichtigen, sagte er. Und das war auch seinBeweggrund für den Besuch im Camp, zu hören, wie man hier über den Naturschutz denke. In seiner Begrüßung zur Camperöffnung wies er darauf hin, daß man auf jeden Fall die touristische Bedeutung der Saale beibehalten müsse. Und das gehe angesichts leerer Kassen des Landes nur über Bundesmittel (die es eben nur für Wasserstraßen gibt) – ein Dilemma, aus dem ein Ausweg noch gefunden werden muss.

Und bei diesem Punkt, der Beibehaltung – genauer sogar: der weiteren Entwicklung – der touristischen Nutzung von Elbe und Saale treffen sich dann auch die gemeinsamen Interessen. Die naturnahe Nutzung der Flüsse ist auch eines der Ziele der Campteilnehmer.

Immerhin konnte Paul Dörfler Hoffnung darauf machen, daß demnächst Bewegung in längere Zeit ruhende Gespräche über die Zukunft der Elbe kommen solle. Demnächst sollen bei einer Elbe-Konferenz die Akteure von Politik, Schiffahrt und Naturschutz zusammenkommen.

Nachtrag: hier ist der Bericht von Thomas Linßner in der Schönebecker Volksstimme über die Eröffnung des Elbe-Saale-Camp und das Konzert von "Atemlos" nachzulesen.



Elbauenspaziergang

Noch vor der offiziellen Eröffnung des 2014er Elbe-Saale-Camp gab es den Elbauenspaziergang mit dem Naturschützer und Elbe-Experten Dr. Ernst-Paul Dörfler. Informationen zur Natur der Elbaue wurden verknüpft mit solchen zur Nutzung und (negativen) Beeinflussung der Elbe durch den Menschen. Hauptaugenmerk lag auf der Frage, wie man angesichts einer immer weiter zurückgehenden Schiffahrt (für 2014 werden nur noch 0,4 Mio Tonnen auf der Elbe transportierte Güter erwartet) die Elbe wieder der Natur und dem Tourismus zurückgeben kann. Paul Dörfler verwies dabei auf das Beispiel der Loire in Frankreich.

Diskussion über die Elbe am Ufer der Elbe
Die Elbe ist schon lange kein schmutziger Fluss
mehr, wie der Blick in das Wasser zeigt.
Die ins Wasser führenden Schienen sind Überbleibsel
einer ehemaligen Bootswerft.


Mittwoch, 21. Mai 2014

MS Wissenschaft

Das aktuelle Niedrigwasser der Elbe bescherte Schönebeck einen unverhofften Besuch der MS Wissenschaft.



Das Ausstellungsschiff, das MS Jenny ist ein 105 Meter langes und 9,50 Meter breites Schiff mit 2.290 Tonnen Ladekapazität. Leer (die paar Ausstellungsstücke fallen nicht ins Gewicht) hat das Schiff einen Tiefgang von 1,30 Meter. Die Fahrrinnentiefe der Elbe betrug die vergangenen Monate über etwa 1,60 bis 1,70 Meter. Am Dienstag, als das Schiff  eigentlich nach Dessau fahren sollte, waren es genau 1,60 Meter. Zu wenig für die aktuellen Schiffahrtsbedingungen der Elbe. Hat mich auch ein wenig gewundert, ist aber so.

Die Schiffskategorie des MS Jenny ist eigentlich eine in der Binnenschiffahrt normale Größe, kleinere werden gar nicht mehr gebaut. Nur reicht die Fahrrinnentiefe der Elbe (und hier schließt sich der Kreis wieder hin zum Anliegen des Elbe-Saale-Camp) von 1,60 Meter , die dem Sachsen-Anhaltischen Verkehrsministeriums zufolge an 345 Tagen im Jahr gewährleistet sein soll, also nicht mal für ein leeres Schiff moderner Bauart und -größe aus.

Für Schönebeck ist der Besuch der Jenny ein unverhoffter Glücksfall. Noch bis morgen kann man sich dort über aktuelle Forschungen informieren – in diesem Jahr aus den Schwerpunkten Informatik, Bio- und Arbeitswissenschaften.