Samstag, 24. Juli 2021

29. ELSA-Camp – die Programm-Highlights

Die Zelte für das 29. Elbe-Saale-Camp wurden heute aufgebaut, die ersten Gäste sind angereist, morgen beginnt das Camp richtig. Höchste Zeit, schnell noch mal einen Blick in die Highlights des diesjährigen Programmes zu werfen. 

Das Besondere am diesjährigen Camp ist, dass die Friedensreiter*innen mit dabei sind, die "Reiterinnen & Reiter für den Frieden". Bereits seit 1984 reiten und radeln die engagierten Wanderreiter*innen jeden Sommer durchs Land und unterstützen mit Musik, Theater und Aktionen Initiativen für den Frieden. In diesem Jahr legen sie ihren Schwerpunkt auf Altkriegslasten in der Elbe.

Mittwoch, 30. Juni 2021

29. Elbe-Saale-Camp "Elbe vernetzt"

Bald ist es soweit: das 29. Elbe-Saale-Camp findet wieder in gewohnter Länge statt. Eine ganze Woche lang, vom 25. bis zum 31. Juli 2021 – eine herzliche Einladung nach Barby!

Das Camp steht in diesem Jahr unter dem Motto Elbe vernetzt. Die Elbe verbindet als Wasserader Natur und Lebensräume, sie verbindet schon seit Jahrhunderten als Lebensweg die Menschen an ihren Ufern, sie bringt Umweltaktive zusammen – und in Zeiten des allgegenwärtigen Homeoffice gibt es auch eine moderne datentechnische Vernetzung der Elbe-Aktiven.

Lange war es unsicher, ob das Elbe-Saale-Camp wieder wie gewohnt stattfinden kann oder ob es wie im vergangenen Jahre eine kürzere Ausweichvariante geben wird. Nun aber steht das Programm, und wie immer gibt es in der Woche zwischen dem Campauftakt am Sonntag und dem Abschlussfest am darauffolgenden Sonnabend eine Menge interessanter Programmpunkte. Mit einer Wanderung zu Fischadlern an der Elbe beginnt das Elbe-Saale-Camp, die Leipziger Liedermacherin Maria Schüritz singt zur Eröffnung, für das Abschlussfest hat Lars Johansen bereits wieder seinen kabarettistischen Blick auf die Politik zugesagt. In den Tagen dazwischen sind eine Schlauchboot- und eine Fahrradtour ebenso eingeplant wie Vorträge zu Fischen in der Elbe oder zur Vereinbarkeit von Renaturierung und Hochwasserschutz und der Naturschützer Ernst Paul Dörfler wird in einer Lesung sein neues Buch "Aufs Land" (Hanser Verlag 2021) vorstellen. Das komplette Programm ist auf der Webseite des Elbe-Saale-Camp veröffentlicht.

In diesem Jahr beteiligen sich die Friedensreiterinnen am Elbe-Saale-Camp. Diese politisch engagierten Reiter*innen sind seit 1984 jedes Jahr in Deutschland zu Pferd und mit dem Fahrrad unterwegs, um mit Musik, Theater und Aktionen auf Probleme zwischen Krieg und Frieden aufmerksam zu machen. Ihre Pferde sind immer ein Anziehungspunkt, um unterwegs mit Menschen ins Gespräch zu kommen. In diesem Jahr legen sie ihren Schwerpunkt auf Altkriegslasten in der Elbe. Mehr über die Friedensreiter*innen könnt Ihr auf der Webseite friedensritt.de mehr erfahren.

Wir laden herzlich ein, zum Elbe-Saale-Camp 2021 zu kommen, egal ob nur tageweise oder für die gesamte Woche, und freuen uns auf alle, die sich mit uns für die Natur einsetzen wollen. Auf eines müssen wir an dieser Stelle hinweisen: das Camp und alle Veranstaltungen finden unter den Bedingungen der Corona-Pandemie und der aktuell geltenden Regelungen zu deren Eindämmung statt, inkl. eines Hygienekonzepts und Testpflicht (soweit diese dann noch gilt). Wer das aus welchem Grund auch immer – nicht akzeptieren kann, die müssen wir bitten, in diesem Jahr nicht zu kommen. Trotz aller Erschwernisse freuen wir uns schon auf Euch. Sehr!


Sonntag, 26. Juli 2020

Regenbogen der Hoffnung

Das Elbe-Saale-Camp war wegen der coronabedingten Einschränkungen anders als sonst, war kürzer und kleiner, hatte weniger Veranstaltungen. Aber es hat stattgefunden, und das allein schon ist eine wichtige Botschaft. Denn der Wandel, der im Motto des 2020er Elbe-Saale-Camps "Elbe im Wandel" steckte, der findet allerorten statt. Nicht nur in und an der Elbe, auch im Klima oder in der Gesellschaft. Die Teilnehmer des Elbe-Saale-Camp haben sich daran gemacht, Wandelprozesse zu sehen, darüber zu reden. Das Thema ist es wert, auch in einem hoffentlich wieder umfangreicheren Elbe-Saale-Camp 2021 nochmal vertieft zu werden.

Als das Elbe-Saale-Camp zu Ende ging,
kam die Sonne hervor und zauberte
einen Regenbogen an den Himmel
über Elbe und Saalemündung.


Diesmal fand das Elbe-Saale-Camp ohne das Zeltdorf auf der Elbwiese statt, es war in diesem Jahr, wie ein Radiomoderator des MDR mit etwas Augenzwinkern sagte, "eher eine Reisegruppe". So waren die Camp-Organisatoren noch stärker als sonst auf das Wetter angewiesen. Nur am Vormittag des letzten Tages regnete es. Und nochmal nach dem Abschlussfest, als alle zusammenstanden um sich zu verabschieden. Da zauberte die Sonne eine Regenbogen der Hoffnung an den Himmel über der Elbe. Einer Hoffnung, dass wir uns im nächsten Jahr alle gesund beim Elbe-Saale-Camp wiedersehen.

Nach dem Camp ist vor dem Camp! Mit dieser Gewissheit traten alle den Heimweg an. Und schon bald beginnt die Vorbereitung auf das 29. Elbe-Saale-Camp 2021.

Abschlussfest

Mit einem bunten Abschlussfest, mit Kaffee und Kuchen, Baden in der Elbe und vielen schönen Gesprächen  ging das diesjährige Elbe-Saale-Camp zu Ende. Das Camp selbst war kürzer als sonst, war mit dem fehlenden Beisammensein am Lagerfeuer und anderen Vorsichtsmaßnahmen gegen die Pandemie auch anders als sonst. Als aber unter den bunten Zelten Kaffee und selbst gebackener Kuchen bereit standen, als alle fröhlich beisammen waren – wenn auch mit etwas Abstand –, da war das Camp beinahe wie immer.

Alles steht fertig bereit. Die Zelte, anfangs als
Regenschutz aufgebaut, waren auch ein guter
Schutz, als die hervorkommende Sonne die
Schokolade auf dem Kuchen zu schmelzen drohte.

Kabarett an der Elbe mit Lars Johansen

Wenn Lars Johansen zum  Elbe-Saale-Camp kommt – und das macht er gern – dann können seine Zuhörer kräftigen Humor erwarten.


Das große runde Veranstaltungszelt des Elbe-Saale-Camps wurde zur Kabarett-Bühne. Lars Johansen trat vor dem Altar der Elbe-Andacht auf, auf dem das Kreuz aus Elbe-Schwemmholz stand. Die Elbauen-Landschaft und die träge dahin fließende Elbe lieferten den Hintergrund.

Elbe-Andacht mit Ulrike Bischoff

Vor dem Kreuz aus Elbe-Schwemmholz und Blumen aus den Elbwiesen hielt Pfarrerin Ulrike Bischoff aus Dessau die Elbe-Andacht. 

Elbe-Andacht unter dem runden Zeltdach

In Anlehnung an eine Stelle aus dem Matthäus-Evangelium begann Ulrike Bischoff ihre Andacht mit den Worten, "Und ich sage Euch, wo zwei oder drei Camper zusammenkommen, da bin ich mitten unter Euch". Sie sprach über den Blick Gottes auf das Ganze, während der Mensch nur einen kleinen Ausschnitt sieht. "Es gab auch hier in Barby vor über zwanzig Jahren schon Menschen, die etwas weiter geblickt haben, die nicht nur den Fluss sahen, sondern auch was darin versteckt ist".

Elbauen-Spaziergang

Das Abschlussfest begann mit dem Spaziergang durch die Elbauen – und mit Regen. Den konnten die Auen aber gut gebrauchen, deshalb war schon das eine gute Botschaft. Nach einer kurzen Eröffnung des Abschlusstages durch Jutta Röseler und Paul Dörfler ging es zur Saalemündung. 


Paul Dörfler sprach von der Saalemündung als einem magischen Ort. Hier fließen Wasser aus ganz unterschiedlichen Gegenden zusammen, Wasser aus mehreren Gebirgen. Es war nicht ganz einfach alle zusammenzubekommen: bei der Elbe das Riesengebirge, die Böhmischen Berge, das Elbsandsteingebirge und über die Mulde das Erzgebirge, bei der Saale das Fichtelgebirge und der Thüringer Wald. "Schon in früher Vorzeit waren solche Orte auch aus dieser Hinsicht von Bedeutung", sagte Paul Dörfler, "daneben natürlich auch von der Bedeutung der Flüsse für den Handel her. Deshalb siedelten sich hier in der Gegend schon früh Menschen an."