Mittwoch, 10. August 2016
Musikalischer Rückblick
Glinde7 hat drei kleine Videos von ihrem Konzert im Elbe-Saale-Camp auf Youtube veröffentlicht. Diese geben nochmal einen ganz kleinen Eindruck von der schönen und fröhlichen Musik des Abschlußfestes des Elbe-Saale-Camp.
Samstag, 30. Juli 2016
Am Lagerfeuer
Der letzte Abend des diesjährigen Elbe-Saale-Camp klang am Lagerfeuer aus, wie schon die meisten Abende zuvor. Rot- und Weißwein, gemeinsam zu Juttas Gitarrenklängen Lieder singen oder einfach nur dasitzen, unter dem blauen Nachthimmel träumen, die Erlebnisse des Camp nachwirken lassen. Einen schöneren Abschied vom Camp kann es gar nicht geben.
Wiesentanz mit Glinde 7
Die Irish-Folk-Band Glinde 7 spielte unter dem Dach des Veranstaltungszeltes zum Wiesentanz. Die Band aus Barbys Nachbarort Glinde hat bereits einigemal die Eröffnung oder den Abschluß des Camp begleitet und lockte auch diesmal wieder zahlreiche Gäste ins Elbe-Saale-Camp.
Camp-Organisatorin Jutta Röseler, die selbst ebenfalls in Glinde zu Hause ist, wußte, daß sie sich auf "ihre" Band verlassen kann: "Den Auftritt habe ich ganz spontan erst kurz vor dem Camp abgesprochen, weil anfangs noch nicht klar war, ob die Musiker grad im Urlaub sind", sagte sie in ihrer Anmoderation und freute sich auf die irische Musik der Band.
Sängerin Kathrina Koch konnte das bestätigen: "ich habe erst von dem Auftritt erfahren, als ich von Philipp einen Artikel der Volksstimme mit dem Programm des Camp zugeschickt bekam", erzählte sie lachend, "aber dann dachte ich, ok, ja, dann machen wir das natürlich". Tatsächlich war die Band erst kurz vorher aus dem Urlaub zurückgekommen. In Irland, wo sonst. Allerdings nicht zum musizieren, sondern zum erholen. Aber ganz ohne musikalische Inspiration kommt man wohl von der grünen Insel nicht zurück. Viel davon steckte in der Musik der Band. Zu der am Ende auch auf der Wiese vor dem Zelt getanzt wurde.
Joachim Koch (acc)
Steffen Simoneit (mando, bjo, git)
Kathrina Koch (git, voc)
Lousia Koch (git, voc)
Philipp Dießner (perc)
| Joachim Koch, Steffen Simoneit, Kathrina Koch, Louisa Koch, Philipp Drießer (v.l.n.r.) |
Camp-Organisatorin Jutta Röseler, die selbst ebenfalls in Glinde zu Hause ist, wußte, daß sie sich auf "ihre" Band verlassen kann: "Den Auftritt habe ich ganz spontan erst kurz vor dem Camp abgesprochen, weil anfangs noch nicht klar war, ob die Musiker grad im Urlaub sind", sagte sie in ihrer Anmoderation und freute sich auf die irische Musik der Band.
Sängerin Kathrina Koch konnte das bestätigen: "ich habe erst von dem Auftritt erfahren, als ich von Philipp einen Artikel der Volksstimme mit dem Programm des Camp zugeschickt bekam", erzählte sie lachend, "aber dann dachte ich, ok, ja, dann machen wir das natürlich". Tatsächlich war die Band erst kurz vorher aus dem Urlaub zurückgekommen. In Irland, wo sonst. Allerdings nicht zum musizieren, sondern zum erholen. Aber ganz ohne musikalische Inspiration kommt man wohl von der grünen Insel nicht zurück. Viel davon steckte in der Musik der Band. Zu der am Ende auch auf der Wiese vor dem Zelt getanzt wurde.
Kabarett mit Lars Johansen
Am Nachmittag war der Magdeburger Kabarettist Lars Johansen im Elbe-Saale-Camp zu Gast.
In gewohnt bissiger Art teilte er seinen Rundumschlag aus. Da ging es um falsch besetzte Ämter ("die beste Voraussetzung für ein Amt ist, davon keine Ahnung zu haben"), über Luther und Wittenberg, natürlich über Flüsse im Allgemeinen und die Elbe im Besonderen ("die tieft sich immer weiter ein, inwischen gibt es schon Stützbuhnen für die Buhnen und Stützbuhnen für die Stützbuhnen"), über Magdeburg und seinen Tunnel, über Wahlfälschungen und Steuerschulden – kurz gesagt: es ging quer durch die bundesdeutsche, vor allem aber durch die sachsen-anhaltische Politik.
Wer mehr von ihm hören will – darauf wies Lars Johansen am Ende seines Programmes hin – ist herzlich zu seinem neuen Programm "LARS WARS – Voll drauf"eingeladen. Premiere ist am 20.08. im Moritzhof Magdeburg.
In gewohnt bissiger Art teilte er seinen Rundumschlag aus. Da ging es um falsch besetzte Ämter ("die beste Voraussetzung für ein Amt ist, davon keine Ahnung zu haben"), über Luther und Wittenberg, natürlich über Flüsse im Allgemeinen und die Elbe im Besonderen ("die tieft sich immer weiter ein, inwischen gibt es schon Stützbuhnen für die Buhnen und Stützbuhnen für die Stützbuhnen"), über Magdeburg und seinen Tunnel, über Wahlfälschungen und Steuerschulden – kurz gesagt: es ging quer durch die bundesdeutsche, vor allem aber durch die sachsen-anhaltische Politik.
Wer mehr von ihm hören will – darauf wies Lars Johansen am Ende seines Programmes hin – ist herzlich zu seinem neuen Programm "LARS WARS – Voll drauf"eingeladen. Premiere ist am 20.08. im Moritzhof Magdeburg.
Abschlussfest
Im großen Zelt war bereits die Kaffeetafel gedeckt, es gab frischen Kuchen (einige wurden sogar im Camp selbst gebacken) und Kaffee.
Für die Kinder (wie man später sehen konnte, nicht nur für die) gab es sehenswertes aus der Natur und etwas zum Basteln. Alexa Sabarth hatte in Terrarien einige Laubfrösche mitgebracht. "Aus zertifizierter Zucht", wie sie extra betonte, "nicht der Natur entnommen". (Letzteres wäre sogar strafbar, wie sie informierte). Die winzig kleinen, hellgrünen Tiere begeisterten Jung und Alt, wenn man sie erstmal entdeckt hatte.
An einem Tisch daneben konnte mit Ton gebastelt und modelliert werden. Basteln mit Naturmaterialien, eine schöne Sache für einige Campbesucher, die sich intensiv der plastischen Kunst widmeten.
Für die Kinder (wie man später sehen konnte, nicht nur für die) gab es sehenswertes aus der Natur und etwas zum Basteln. Alexa Sabarth hatte in Terrarien einige Laubfrösche mitgebracht. "Aus zertifizierter Zucht", wie sie extra betonte, "nicht der Natur entnommen". (Letzteres wäre sogar strafbar, wie sie informierte). Die winzig kleinen, hellgrünen Tiere begeisterten Jung und Alt, wenn man sie erstmal entdeckt hatte.
An einem Tisch daneben konnte mit Ton gebastelt und modelliert werden. Basteln mit Naturmaterialien, eine schöne Sache für einige Campbesucher, die sich intensiv der plastischen Kunst widmeten.
Elbe-Andacht
Der Nachmittag des letzten Camp-Tages begann bei herrlichem Sonnenschein mit einer Elbe-Andacht, im Veranstaltungszelt vor dem Kreuz aus Elbe-Schwemmholz und mit der Elbe und den grünen Elbauen im Hintergrund. Die Predigt hielt Ronald Höpner, Pfarrer in Quellendorf.
In seinen Text spielte das Wasser eine wichtige Rolle, die Frage "Was ist es uns Wert, dass wir frisches Wasser haben". Oder auch zu Essen, oder ein Dach über dem Kopf. Eben die alltäglichen Dinge im Leben, die wir so gern aus dem bewussten Erleben verdrängen. So wie auch die Natur, die Flüsse. Die Ronald Höpner als Adern des Lebens mit dem menschlichen Blutkreislauf verglich. In denen das Wasser fließen muss, um den Fluss lebendig zu halten. "Gestaute Flüsse sind die Krampfadern der Natur", setzte er dieses Gleichnis fort.
In Fürbitten wurde für die Bewahrung der Schöpfung gebetet, für das Widerstehen gegen die Versuchungen des Konsums.
Am Ende der Elbe-Andacht stand Paul Dörfler auf und bedankte sich ausdrücklich bei Jutta Röseler für die lange und wiederholte Organisation des Camps. Iris Brunar wies später auf die zur Zeit noch viel wichtigere Arbeit hin, die Jutta Röseler leistet, indem sie am Runden Tisch zum Gesamtkonzept intensiv mitarbeitet: "Sie schafft es dort in den Gremien immer wieder, die Fakten zu ordnen und auf den Punkt zu bringen. Manchmal etwas unorthodox und überraschend, aber immer sinnvoll und klug", sagte sie. "Damit ist sie eine wichtige Vertreterin der Flussinitiativen".
In seinen Text spielte das Wasser eine wichtige Rolle, die Frage "Was ist es uns Wert, dass wir frisches Wasser haben". Oder auch zu Essen, oder ein Dach über dem Kopf. Eben die alltäglichen Dinge im Leben, die wir so gern aus dem bewussten Erleben verdrängen. So wie auch die Natur, die Flüsse. Die Ronald Höpner als Adern des Lebens mit dem menschlichen Blutkreislauf verglich. In denen das Wasser fließen muss, um den Fluss lebendig zu halten. "Gestaute Flüsse sind die Krampfadern der Natur", setzte er dieses Gleichnis fort.
In Fürbitten wurde für die Bewahrung der Schöpfung gebetet, für das Widerstehen gegen die Versuchungen des Konsums.
Am Ende der Elbe-Andacht stand Paul Dörfler auf und bedankte sich ausdrücklich bei Jutta Röseler für die lange und wiederholte Organisation des Camps. Iris Brunar wies später auf die zur Zeit noch viel wichtigere Arbeit hin, die Jutta Röseler leistet, indem sie am Runden Tisch zum Gesamtkonzept intensiv mitarbeitet: "Sie schafft es dort in den Gremien immer wieder, die Fakten zu ordnen und auf den Punkt zu bringen. Manchmal etwas unorthodox und überraschend, aber immer sinnvoll und klug", sagte sie. "Damit ist sie eine wichtige Vertreterin der Flussinitiativen".
Freitag, 29. Juli 2016
Gesamtkonzept Elbe
Die Diskussionen um die Zukunft der Elbe ergeben an sich schon "endlose Flussgeschichten" (um beim Titel des diesjährigen Camp zu bleiben). Seit 2012 gibt es einen Runden Tisch "Gesamtkonzept Elbe", an dem Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Naturschutz und Kirchen über die Zukunft der Elbe beraten und versuchen, einen Konsens zu finden. In einer öffentlichen Diskussion gab es am Freitag Nachmittag Informationen zum Runden Tisch und den öffentlich verfügbaren Inhalten der aktuellen Beratungen. Ziel des Runden Tisches ist, bis November das Gesamtkonzept für die Elbe vorzulegen. Jutta Röseler freute sich, dass jetzt allmählich ein Umdenken stattfindet und nicht alein die Wirtschaft das Sagen hat. "Es scheint sich die Erkenntnis durchzusetzen, daß man mit mehr Schotter und Beton nicht mehr Wasser bekommt", sagte sie.
Aus der Landespolitik war Wolfgang Aldag, für die Grünen Mitglied des Landtages Sachsen-Anhalt, ins Camp gekommen, um sich über den Stand der Diskussion zu informieren.
Aus der Landespolitik war Wolfgang Aldag, für die Grünen Mitglied des Landtages Sachsen-Anhalt, ins Camp gekommen, um sich über den Stand der Diskussion zu informieren.
Abonnieren
Posts (Atom)