Samstag, 25. Juli 2020

Seltene Pflanzen

Schon mal was vom Haarstrang gehört? Also nicht etwa dem Zopf, sondern dem Echten Haarstrang (Peucedanum officinale). Dieser ist ein einheimisches Doldengewächs, unter strengem Naturschutz stehend. NMur noch wenige Vorkommen gibt es in Deutschland. Eines davon auf den Wiesen im Naturschutzgebiet des Steckby-Lödderitzer Forsts. Ein Relikt, das wiederum anderen Tieren Lebensraum bietet. Zuletzt soll ein gleichfalls seltener Schmetterling gesichtet wurden sein, das Haarstrang-Widderchen, eine dunkler Falter mit leuchtend roten Punkten auf den Flügeln.

Betrachtung des Echten Haarstrangs. Erkennbar
an den großen gelben Dolden und an den
filigranen Blättern (im Foto nicht abgebildet)

Das erste Vorkommen fanden die Expeditionsteilnehmer gleich am Wegesrand, auf einer Wiese am Radweg nach Steckby. Daneben noch einige andere Pflanzen wie wie die Sibirische Schwertlilie (leider schon verblüht).

Die Wiesen im Naturschutzgebiet werden nach wie vor bewirtschaftet, allerdings unter Berücksichtigung des Naturschutzes. "In den Auen gibt es normalerweise Wald", erklärte Paul Dörfler, "die Wiesen werden nur erhalten, wenn sie auch gemäht oder beweidet werden". Das Vorkommen des Haarstrangs wird in dessen Vegetationsperiode allerdings ausgespart, damit dieses Relikt auch weiter wachsen kann.

Der Name der Pflanze mit den schmucken dunklen
weinroten Samenständen wird noch nachgetragen.

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