Gemeinsam mit Paul Dörfler ging es durch die Elbauen, deren Farbe in diesem Jahr eher von gelb und braun denn von grün bestimmt war.
Vor Beginn seines Spazierganges durch die Elbauen erinnerte Paul Dörfler an die laufende Nummer des Elbe-Saale-Camps, die 27. "Früher, in meiner Schulzeit, rief der Lehrer 'Ich erkläre es nun schon zum siebenundzwanzigsten Mal...', wenn die Klasse irgendwas nicht begreifen wollte". Ernst-Paul Dörfler, der von Anfang mit dabei ist, kann oder muss also diesmal im wahrsten Sinn des Worte zum 27. Mal erklären, was die Probleme der Elbe sind, warum ihr Zustand immer noch nicht gut ist, welche Probleme wir der Natur bereiten. Nur mit dem Unterschied, dass es seine Klasse, die Teilnehmer und Besucher des Elbe-Saale-Camps schon verstanden haben und sich sein Appell eher an die Politiker in Land und Bund richtet, die in der Elbe immer noch die Wasserstraße sehen, die man nach Lust und Laune ausbauen und gestalten kann. "Es sind mit den Jahren aber auch Probleme hinzugekommen", sagt er, "so sind zum Beispiel das Artensterben und die Überhitzung Probleme unserer Zeit".
Angesichts der Hitze war der Spaziergang zwar von der Strecke her nur kurz – führte aber dennoch über viele für die Auenlandschaft bedeutsame Stationen. So zum Beispiel zu Senken im Gelände, die normalerweise Feuchtgebiete sind, nun aber gelbbraun vertrocknete Wiesen sind. "Die Auenlandschaft ist eigentlich ein Wassergebiet", sagte Dörfler beim Blick über die Elbwiesen, "diese Senken hier sind eigentlich immer voll Wasser". "Ich kenn die sonst auch nur mit Wasser", bestätigt eine Besucherin aus Barby.
Sonntag, 28. Juli 2019
Erdüberlastungstag
Flashmob-Aktion der BUND-Jugend Sachsen-Anhalt in Barby
Die BUND-Jugend Sachsen-Anhalt erinnerte mit einer Flashmob-Aktion auf dem Barbyer Marktplatz an den Erdüberlastungstag. Der globale Erdüberlastungstag fällt dieses Jahr auf den morgigen 29. Juli. An diesem Tag (und damit nochmals ein paar Tage früher als in den Vorjahren) haben wir Menschen weltweit die gesamten nachhaltig nutzbaren natürlichen Ressourcen unseres Planeten aufgebraucht, die uns für ein ganzes Jahr maximal zur Verfügung stehen – ab jetzt nutzen wir also Reserven, die unsere Erde nicht hat.
Laut dem Global Footprint Network leben wir so, als hätten wir 1,7 Erden. Damit leben wir auf Kosten kommender Generationen. Deutschland hatte seine eigene diesjährige Erdüberlastung bereits am 3. Mai erreicht. Würden alle Menschen so leben wie wir, bräuchten wir sogar 3 Erden.
Anlässlich dieses Tages wiesen die Umweltaktiven des Nachhaltigen Sommercamps „NaSo!“ der BUNDjugend Sachsen-Anhalt und des Elbe-Saale-Camps mit einer gemeinsamen Kunstaktion auf die problematische Ressourcennutzung hin. Die junge Generation will nicht länger zuschauen, wie sie ihrer Lebensgrundlagen beraubt werden und fordert Entscheidungen von der Politik, die die systematische Zerstörung unseres Planeten beenden.
Die BUND-Jugend Sachsen-Anhalt erinnerte mit einer Flashmob-Aktion auf dem Barbyer Marktplatz an den Erdüberlastungstag. Der globale Erdüberlastungstag fällt dieses Jahr auf den morgigen 29. Juli. An diesem Tag (und damit nochmals ein paar Tage früher als in den Vorjahren) haben wir Menschen weltweit die gesamten nachhaltig nutzbaren natürlichen Ressourcen unseres Planeten aufgebraucht, die uns für ein ganzes Jahr maximal zur Verfügung stehen – ab jetzt nutzen wir also Reserven, die unsere Erde nicht hat.
Laut dem Global Footprint Network leben wir so, als hätten wir 1,7 Erden. Damit leben wir auf Kosten kommender Generationen. Deutschland hatte seine eigene diesjährige Erdüberlastung bereits am 3. Mai erreicht. Würden alle Menschen so leben wie wir, bräuchten wir sogar 3 Erden.
| Flashmob auf dem Barbyer Marktplatz Foto: Thomas Linßner |
Anlässlich dieses Tages wiesen die Umweltaktiven des Nachhaltigen Sommercamps „NaSo!“ der BUNDjugend Sachsen-Anhalt und des Elbe-Saale-Camps mit einer gemeinsamen Kunstaktion auf die problematische Ressourcennutzung hin. Die junge Generation will nicht länger zuschauen, wie sie ihrer Lebensgrundlagen beraubt werden und fordert Entscheidungen von der Politik, die die systematische Zerstörung unseres Planeten beenden.
Samstag, 27. Juli 2019
Camp-Aufbau
Der Aufbau des Elbe-Saale-Camps begann morgens um neun Uhr bei Jutta mit dem Aufladen all dessen, was gebraucht wird und aus den Vorjahren vorhanden in einer Scheune lagert. Tische, Regale, Herd, Kühlschränke, Küchenutensilien, Bastelmaterialien und jede Menge Kleinkram. Dazu ist noch ein Viertel des Hängers voll Holz für das Lagerfeuer.
| Ein Hänger voll Arbeit |
Montag, 17. Juni 2019
Flyer für das Elbe-Saale-Camp sind gedruckt
Die Flyer für das Elbe-Saale-Camp und das Nachhaltige Sommercamp auf dem Elbe-Saale-Camp
sind eben aus der Druckerei gekommen (nachhaltig auf Recyclingpapier
gedruckt!) ... und sehen sehr gut aus! Ab morgen werden sie verteilt.
Online gibt es den Flyer unter http:// www.elbe-saale-camp.de/ html/2019_programm.html (auf der Webseite und als pdf zum Download).
Samstag, 26. Januar 2019
LHW-Buch über die Elbe
Eher zufällig fiel mir wieder der Link zu einer Broschüre in die Hände, die Manfred Simon, Diplomingenieur für Wasserbau und Mitarbeiter des Landesbetriebes für Hochwasserschutz (LHW) bereits im Jahr 2012 über die Elbe geschrieben hat: "Die Elbe im Raum Magdeburg". Das Büchlein ist eine interessante Übersicht über Geschichte, Wasserwirtschaft, Ökologie, Hoch- und Niedrigwasser.
Manfred Simon, zwischen 1991 und 2003 in der in Magdeburg ansässigen Internationale Kommission zum Schutz der Elbe (IKSE) internationale Arbeitsgruppen betreute, die sich mit Hydrologie, Hochwasserschutz, Abwassersanierung und Ökologie befassten, erläutert auf 40 Seiten die wasserwirtschaftliche Belange des Flusses ebenso wie die ökologischen, zeigt Wirkungen von Hochwasser ebenso auf wie die von Niedrigwasser und geht auch auf Naturschutzgebiete an der Elbe ein. Ein guter Überblick zum schnellen Einlesen in für die Elbe relevante Themen.
Die Broschüre kann hier heruntergeladen werden.
Manfred Simon, zwischen 1991 und 2003 in der in Magdeburg ansässigen Internationale Kommission zum Schutz der Elbe (IKSE) internationale Arbeitsgruppen betreute, die sich mit Hydrologie, Hochwasserschutz, Abwassersanierung und Ökologie befassten, erläutert auf 40 Seiten die wasserwirtschaftliche Belange des Flusses ebenso wie die ökologischen, zeigt Wirkungen von Hochwasser ebenso auf wie die von Niedrigwasser und geht auch auf Naturschutzgebiete an der Elbe ein. Ein guter Überblick zum schnellen Einlesen in für die Elbe relevante Themen.
Die Broschüre kann hier heruntergeladen werden.
Samstag, 12. Januar 2019
Vorbereitungen auf das ELSA 2019
Am Sonnabend trafen sich die Organisatoren des Elbe-Saale-Camps in Magdeburg zum zweiten Mal zur Vorbereitung des 27. Elbe-Saale-Camps. Diesmal in einer größeren Runde, denn das Elbe-Saale-Camp wird in diesem Jahr gemeinsam mit dem NaSo!-Camp (Nachhaltiges Sommercamp) der BUND-Jugend Sachsen-Anhalt durchgeführt. Deshalb waren diesmal auch Vertreter der BUND-Jugend anwesend. Iris Brunar vom BUND Sachsen-Anhalt moderierte die Diskussionsrunden.
Die etwa 15 Aktivisten diskutierten über drei Stunden hinweg über Vorstellungen und Ziele ihrer Veranstaltungen. Gemeinsamkeiten und Unterschiede wurden herausgearbeitet, schließlich gab es eine Zusammenstellung möglicher Haupt-Ziele, denen Schwerpunkte von Veranstaltungen zugeordnet wurden. Es zeigte sich, dass es an Ideen für mögliche Veranstaltungen nicht mangelt. Dabei sind die diskutierten Themen durchaus vielfältig, sie reichen vom hundertjährigen Bauhaus-Jubiläum 2019 über Energieeffizienz, dem Schutz der Natur, der Elbe und der Elbauen bis hin zum umstrittenen Natura 2000.
Für die nächsten Wochen und Monate haben sich die Organisatoren vorgenommen, die Veranstaltungen konkret zu planen, Referenten für Vorträge zu gewinnen, Betreuer für Workshops zu finden und vor allem, aus den vielen Ideen ein buntes und an Erlebnissen reiches Programm so zusammenzustellen, dass die sieben Camp-Tage zwischen dem 27. Juli und dem 4. August 2019 gut gefüllt sind.
Die etwa 15 Aktivisten diskutierten über drei Stunden hinweg über Vorstellungen und Ziele ihrer Veranstaltungen. Gemeinsamkeiten und Unterschiede wurden herausgearbeitet, schließlich gab es eine Zusammenstellung möglicher Haupt-Ziele, denen Schwerpunkte von Veranstaltungen zugeordnet wurden. Es zeigte sich, dass es an Ideen für mögliche Veranstaltungen nicht mangelt. Dabei sind die diskutierten Themen durchaus vielfältig, sie reichen vom hundertjährigen Bauhaus-Jubiläum 2019 über Energieeffizienz, dem Schutz der Natur, der Elbe und der Elbauen bis hin zum umstrittenen Natura 2000.
Für die nächsten Wochen und Monate haben sich die Organisatoren vorgenommen, die Veranstaltungen konkret zu planen, Referenten für Vorträge zu gewinnen, Betreuer für Workshops zu finden und vor allem, aus den vielen Ideen ein buntes und an Erlebnissen reiches Programm so zusammenzustellen, dass die sieben Camp-Tage zwischen dem 27. Juli und dem 4. August 2019 gut gefüllt sind.
Donnerstag, 10. Januar 2019
Vortrag des LHW zur Renaturierung der Elbe
In einem Vortrag im Museum des Salzlandkreises informierte Karl-Heinz Jährling, Sachgruppenleiter Morphologie am
Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt
(LHW), über die Arbeiten des LHW zur ökologischen Aufwertung und Renaturierung der Landschaft an der Elbe und über die Möglichkeiten, dies auch in Einklang mit dem Hochwasserschutz – und auch mit der Schifffahrt – zu tun. In seinem Fazit fasste Jährling, der mit seinem Arbeitsgebiet für die ökologische Seite des Landesbetriebes steht, etwas zusammen, was auch durch die Aktivisten des Elbe-Saale-Camps vertreten wird: Die Elbe braucht mehr Raum und mehr Lateralvernetzung (d.h. Vernetzung zur Seite, zwischen Haupt- und Nebenstrom, Altarmen und Aue).
Am Beginn seines Vortrag war eine Karte zu sehen, die das Elbegebiet im Raum Magdeburg Mitte des 19. Jahrhunderts zeigte: zwar schon mit ersten Buhnen, aber immer noch mit zwei Flussarmen (die Dornburger Alte Elbe war damals noch nicht durch das Pretziener Wehr abgesperrt) und mit mehreren Altgewässern.
Im Gegenzug dazu stand ein Luftbild der heutigen Elbe, auf dem die Flussbaumaßnahmen den Fluss weiter einengten und die Alte Elbe zum großen Teil vom Wasserdurchfluss abgeschnitten ist. Die Folgen konnte man gerade bei der langen Trockenheit des vergangenen Jahres deutlich sehen: abgeschnitten vom Hauptstrom hat die Alte Elbe jeden Flusscharakter verloren.
Am Beginn seines Vortrag war eine Karte zu sehen, die das Elbegebiet im Raum Magdeburg Mitte des 19. Jahrhunderts zeigte: zwar schon mit ersten Buhnen, aber immer noch mit zwei Flussarmen (die Dornburger Alte Elbe war damals noch nicht durch das Pretziener Wehr abgesperrt) und mit mehreren Altgewässern.
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| Karte von 1842, mit dem Verlauf der damals noch frei fließenden Dornburger Alten Elbe |
Im Gegenzug dazu stand ein Luftbild der heutigen Elbe, auf dem die Flussbaumaßnahmen den Fluss weiter einengten und die Alte Elbe zum großen Teil vom Wasserdurchfluss abgeschnitten ist. Die Folgen konnte man gerade bei der langen Trockenheit des vergangenen Jahres deutlich sehen: abgeschnitten vom Hauptstrom hat die Alte Elbe jeden Flusscharakter verloren.
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